Kooperation

Das Thema „Seegras“ – oder eine Ebene höher „Treibsel“ – hat sich in den letzten fünf Jahren sehr verändert. Ging es vormals um Meeresmüll, der angeblich bestialisch stank und als Sondermüll für horrende Summen entsorgt werden musste, wissen wir heute, dass Treibsel gar nicht so sehr stinkt, vielmehr Rohstoff ist und in verschiedensten Bereichen Anwendung findet. Die klassischen Seegras verarbeitenden Gewerke sind:

  • Acker-, Garten- und Landschaftsbau
  • Polsterei und Matratzenbau
  • Zimmerei, Trockenbau

Durch die Begleitung von Schüler- und Studentenarbeiten wissen wir zudem, dass sich das Interesse der jungen Generation an der nachhaltigen Nutzung unserer Ressourcen mittlerweile auch auf Seegras/Treibsel erstreckt. Dabei geht es um wirtschaftliche Konzepte ebenso, wie um alternatives Design oder die textile Verwendung.

Gerade die Kartoffelpflanzaktion im Frühjahr 2017, aber auch viele andere Aktionen haben dazu beigetragen, dass wir heute wesentlich besser informiert sind und das, was am Strand angespült wird, als Ressource begreifen.

Die Strand-Manufaktur steht in Verbindung mit folgenden Akteuren:

  • Posima (vormals Klimabündnis Kieler Bucht): Wichtigster Akteur, wo alle Informationen gebündelt und neue Akzente gesetzt werden
  • Stadt Eckernförde: vielleicht die innovativste Gemeinde bezüglich Strandthematiken
  • Ostseeinfocenter (Eck): tolle Strandpädagogik und die Idee „Seegraskartoffeln“
  • Baltischer Seegrashandel: Seegras als Dämmstoff
  • Dr. Ivo Bobsien („Dr. Seegras“) vom GEOMAR in Kiel
  • Landesumweltministerium in Kiel

Zusammen und jeder für sich setzen wir uns dafür ein, auch die Pflanzen der Meere als Ressource zu begreifen und schonend zu nutzen.

Mittlerweile hat das aber auch andere Akteure auf den Plan gerufen, denen es weniger um den Strand als vielmehr um Profit geht. Wir können nur warnen: Unsere Strände gehören zu den letzten Landschaften, die noch nicht ausgequetscht werden. Die Strände gehören nach altem Strandrecht allen und niemandem. Treibgut und Treibsel gehören dem, der sie findet. Zur Zeit wird vom Landesumweltministerium in Kiel geprüft, inwieweit das Strandrecht juristisch belastbar ist.


Friendly Franchise:

Sie wollen auch einen Seegras verarbeitenden Betrieb aufmachen? Sofern Sie außerhalb unseres Reviers bleiben und Ihren Laden nicht „Strand-Manufaktur“ nennen, teilen wir gern unsere Erfahrungen. Denn: Seegras gibt es allein entlang der deutschen Ostseeküste von Flensburg bis Usedom für geschätzt 20 verarbeitende Handwerksbetriebe.

 

Für Unterstützung beim Aufbau der Strand-Manufaktur bedanken wir uns bei:

  • Hans-Joachim Jensch, Hafenmeister der WSG-Arnis
  • Heike Launhardt, Scheunenbesitzerin, Lübeck
  • Hermann Giebel, Handwerkskünstler, Hasselfelde
  • Herrn Henningsen, Bürgermeister von Langballig
  • Kalina, Antiquitäten und Stoffe, Flensburg
  • Herrn Linde, Bürgermeister von Gelting
  • Jugendherberge Kappeln
  • Lorenz Drews, Beniafe, Webdesign, Flensburg
  • Michael Krebs, Architekt, Flensburg
  • Neupert & Behrens, Polsterei, Flensburg
  • Ostsee-Infocenter Eckernförde
  • Posima: Horst Sterr und Sandra Enderwitz
  • ProLehm, Lehmbausteine, Langballig
  • Stefan Borgmann, Stadt Eckernförde
  • Stefan Ernst-Schneider, Bootswerft Grödersby
  • Uwe Hansen, Landwirt und Hafenbauer, Grödersby
  • Wiebke von Klot, Physiotherapeutin, Mellendorf
  • Wolfgang Almenritter, Projektplanung, Flensburg