Pflegehinweise

Vorab: Es gibt wohl keine Stopfwolle, die so anspruchslos ist wie Seegras. Sie können damit machen, was Sie wollen.

Seegraskissen sind ein Naturprodukt. Vom Strand bis ins Kissen läuft das Seegras rund zehn Mal durch unsere Hände. Bei jedem Arbeitsgang sammeln wir Blasentang, Federn, Schilf, etc. heraus. Trotzdem kann es passieren, dass Sie nachts mal gepiekt werden. Öffnen Sie – nachdem Sie uns zurecht verflucht haben – den Reißverschluss und holen Sie heraus, was stört.

Aufschütteln
Kopfkissen mit Seegrasfüllung nehmen „Form“ an. Es ist dieser Effekt, der im Schlaf mehr Halt bietet als andere Füllstoffe. Wenn man das Seegras nun täglich aufschüttelt, wie man es von anderen Stopfwollen gewohnt ist, leiden die Fasern darunter und zerbröseln. Deswegen Seien Sie bitte nicht zu grob beim Aufschütteln oder lassen Sie es ganz, denn die Verdichtung zu einer Matte ist gewollt.

Erwärmen
Gern legt man Kissen vor Gebrauch in die Mikrowelle oder auf die Heizung. Seegras aber wird von allein so schnell warm, dass Sie darauf verzichten können. Außerdem trocknet Erwärmen die Fasern aus und macht sie schneller brüchig.

Waschen
Als Bezüge für unsere Kopfkissen verwenden wir gute alte Weißwäsche. Das macht ökologisch Sinn, aber auch die Qualität der Stoffe ist besser als heutzutage. Bevor wir die Weißwäsche verarbeiten, waschen wir sie ohne Waschmittel bei 90 Grad. Dadurch ist gewährleistet, dass unsere Kissen hygienisch einwandfrei sind, aber auch unbelastet von Chemie.

Normal muss man ein Seegraskissen nicht waschen, weil man ja noch einen Bezug benutzt. Zudem hemmt Seegras natürlicher Weise das Wachstum von Bakterien, etc. Sollte also ein Malheur passieren, machen Sie es wie meine Großmutter: in der Sonne trocknen und ausbürsten.

Sollten Sie den Bezug trotzdem waschen wollen, öffnen Sie den Reißverschluss, drehen das Kissen auf links und geben das Seegras in eine große Tüte oder Mauererbütt.  Waschen Sie den Bezug. Entzurzeln Sie die Seegrasnester und mischen Sie neues Seegras unter. Das schon bröselige Seegras nicht wegwerfen, im Gegenteil: Zusammen mit dem Neuen ergibt sich ein neues Flies.

Wenn unbedingt nötig, kann man Seegras in handwarmem Wasser ausspülen. Wer Waschmittel verwendet, macht das Seegras in seiner Natürlichkeit jedoch kaputt. Abtropfen lassen, und in dünnen Schichten  ausbreiten. Bei gutem Wetter trocknet Seegras über Tag.

Nachstopfen
Alle unsere Kissen und Polster haben einen Reißverschluss, wodurch sie sich problemlos nachstopfen lassen. Leeren Sie das Kissen in einen größeren Bezug oder Behälter; entzwirbeln Sie die „Nester“. Mischen Sie altes mit neuem Seegras. Stopfen Sie zunächst in die Ecken und dann gleichmässig, bis die gewünschte Dichte erzielt ist. Hinweis: Trockenes Seegras ist leicht und staubig und verteilt sich in alle Ecken. Deswegen besser draußen, in einer windstillen Ecke arbeiten oder drinnen ein Laken drunter legen. Wichtig: Mischen Sie auch das zerbröselte Seegras mit unter, weil dadurch die neuen Fasern nicht so schnell brechen. Dadurch hält das Kissen sehr viel länger.

Aufarbeiten
Sie können Ihre Kissen bei uns aufarbeiten, waschen und neu stopfen lassen.

Gute Pflege
Wenn Sie Ihrem Seegraskissen etwas Gutes tun wollen, legen Sie es bei feuchtem Wetter eine Weile nach draußen. Denn Seegras ist nicht nur die einzige Stopfwolle aus dem Meer und kann deswegen mit Feuchtigkeit um, es hat auch – wie Holz – eine Eigenfeuchte von 15%. Durch unsere Heizungsluft, wird das Seegras zu sehr getrocknet, wodurch die Fasern ihre Elastizität verlieren und brechen. In dem Sinn ist es für das Seegras gut, wenn wir schwitzen.

Falls sich Ihr Seegraskissen anfangs feucht anfühlt, liegt das daran, dass wir in einer ungeheizten Scheune produzieren. Bei feuchtem Wetter fühlt sich das Seegras kühl an. Nach ein, zwei Tagen oder etwas Zeit auf der Heizung legt sich das.

Garantie-Ersatz
Sollten Sie unzufrieden mit Ihrem Kissen sein, sprechen Sie uns an – wir finden gewiss eine Lösung.