Pflegehinweise

Seegraskissen sind ein Naturprodukt. Vom Strand bis ins Kissen läuft das Seegras rund zehn Mal durch unsere Hände. Bei jedem Arbeitsgang sammeln wir Blasentang, Federn, Schilf, etc. heraus. Trotzdem kann es passieren, dass Sie nachts mal gepiekt werden. Öffnen Sie – nachdem Sie uns zu recht verflucht haben – den Reißverschluss und holen Sie heraus, was stört.

Als Bezüge für unsere Kopfkissen verwenden wir gute alte Weißwäsche. Das macht ökologisch Sinn, aber auch die Qualität der Stoffe ist besser als heutzutage. Durch die teils jahrzehntelange Lagerung, kann es an den Faltkanten zu Vergilbungen gekommen sein, die auch bei Kochwäsche nicht immer vollständig herausgehen. Sollten Sie an Ihrem Kissen solche Reste entdecken, denken Sie bitte daran, dass Sie ja noch Ihren eigenen Bezug drüberziehen (Haltbarkeit und Hygiene sind nicht beeinträchtigt). Sollten Sie sich trotzdem gestört fühlen, melden Sie sich – wir finden bestimmt eine Lösung.

Aufschütteln
Kopfkissen mit Seegrasfüllung nehmen „Form“ an. Es ist dieser Effekt, der im Schlaf mehr Halt bietet als andere Füllstoffe. Um diese Form wieder zu neutralisieren, bearbeitet man das Kissen ähnlich wie eines mit Daunen: aufschütteln, ausschlagen, draufboxen. Mit der Zeit leiden die Fasern natürlich darunter, so dass man sich nach ein paar Jahren eine neue Füllung besorgt – siehe unter „nachstopfen“.

Erwärmen
Gern legt man Kissen vor Gebrauch in die Mikrowelle oder auf die Heizung. Seegras wird von allein so schnell warm, dass Sie darauf verzichten können. Außerdem trocknet Erwärmen die Fasern aus und macht sie schneller brüchig.

Waschen
Bevor wir Weißwäsche verarbeiten, waschen wir sie ohne Waschmittel bei 90 Grad. Dadurch ist gewährleistet, dass unsere Kissen hygienisch einwandfrei sind, aber auch unbelastet von Chemie.

Sie sollten den Bezug vom Seegras getrennt waschen, dazu einfach in eine Tüte leeren. Da wir größtenteils Reststoffe verwenden, ist es nicht möglich, genaue Waschhinweise zu geben. Vorschlag: Waschen Sie bunte Bezüge bei 30 Grad, weiße bei 60 und kräftige Farben separat.

Seegras kann man in handwarmem Wasser ausspülen. Bei groben Verschmutzungen über Nacht einweichen lassen. Wer Waschmittel verwendet, macht das Seegras in seiner Natürlichkeit kaputt. Abtropfen lassen, und in dünnen Schichten  ausbreiten. Bei gutem Wetter trocknet Seegras über Tag. Achten Sie darauf, dass es leicht überall hinweht.

Nachstopfen
Alle unsere Kissen und Polster haben einen Reißverschluss, wodurch sie sich problemlos nachstopfen lassen. Loses Seegras bekommen Sie bei uns – oder am Strand.
Leeren Sie das Kissen in einen größeren Bezug oder Behälter; entzwirbeln Sie die „Nester“. Dabei fallen Brösel aus, die man zum Kompost geben kann. Mischen Sie altes mit neuem Seegras. Stopfen Sie zunächst in die Ecken und dann gleichmässig, bis die gewünschte Dichte erzielt ist. Nach erstem Gebrauch noch mal nachstopfen. Hinweis: Trockenes Seegras ist leicht und staubig und verteilt sich in alle Ecken. Deswegen besser draußen, in einer windstillen Ecke arbeiten oder zumindest ein Laken drunter legen.

Aufarbeiten
Sie können Ihre Kissen und Polster bei uns aufarbeiten, waschen und neu stopfen lassen.

Gute Pflege
Wenn Sie Ihrem Seegraskissen etwas Gutes tun wollen, legen Sie es bei feuchtem Wetter eine Weile nach draußen. Denn Seegras ist nicht nur die einzige Stopfwolle aus dem Meer und kann deswegen mit Feuchtigkeit um, es hat auch – wie Holz – eine Eigenfeuchte von 15%. Durch unsere Heizungsluft, wird das Seegras zu sehr getrocknet, wodurch die Fasern ihre Elastizität verlieren und brechen.

Garantie-Ersatz
Sollten Sie unzufrieden mit Ihrem Kissen sein, sprechen Sie uns an – wir finden gewiss eine Lösung.